Symposium aus Anlass des 65. Geburtstages von André Birmelé

Symposium aus Anlass des 65. Geburtstages von André Birmelé



Auf dem Weg zur Ökumene von morgen

An einem  65. Geburtstag pflegen Menschen zurückzuschauen. Wir aber wollen nach vorne schauen, wenn André Birmelé am 14. März 2014 65 Jahre alt wird. Er hat einen großen Teil seines Lebens in Kirche und wissenschaftlicher Theologie der Ökumene gewidmet. Darum haben wir zehn jüngere Theologinnen und Theologen eingeladen und gebeten, aus ihrem Erfahrungs- und Arbeitsbereich Gedanken zur Ökumene von morgen zu entwickeln. Das ist auf einem Symposium geschehen, das vom 12. bis 14. März 2014 im Institut für Ökumenische Forschung in Strasbourg stattgefunden hat.

Tagung des Lutherisch/mennonitisch/römisch-katholischen Trialogs im Institut

Tagung des Lutherisch/mennonitisch/römisch-katholischen Trialogs im Institut

from left: Larry Miller, Kaisamari Hintikka, Marie-Hélène Robert, Sarah Hinlicky Wilson, John Rempel, Castro, Alfred Neufeld, Friederike Nüssel, Rebecca Osorio, Luis Melo, William Henn, Fernando Ens, Gregory Fairbanks, Peter Li

In der letzten Januarwoche fand im Institut für Ökumenische Forschung die zweite Tagung des trilateralen Dialogs zwischen dem Lutherischen Weltbund, der Mennonitischen Weltkonferenz und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen statt. Die Absicht des Trialogs – erst zum zweiten Mal findet in der Geschichte der Ökumene ein Gespräch mit drei Partnern statt – ist die Erörterung des Themas der Taufe. Dieses Projek entstand aus wichtigen Prozessen der Versöhnung der Kirchen, insbesondere aus der öffentlichen Entschuldigung und Bitte um Vergebung von Seiten der Lutheraner an die Mennoniten bei der Vollversammlung des LWB im Jahr 2010 in Stuttgart. Nachdem die schmerzliche Geschichte der Verfolgung bearbeitet war, sahen sich alle drei Partner in der Lage, das schwierige Thema der Taufe anzugehen.

Prof. Wilson bei der “Protestantism Conference” am Gordon College

Prof. Wilson bei der “Protestantism Conference” am Gordon College

Vom 14.-16. November nahm Prof. Sarah Hinlicky Wilson vom Institut an der Konferenz „Protestantism: Reflections in Advance of the 500th Anniversary of the Protestant Reformation, 1517-2017“ am Gordon College in Wenham, Massachusetts, USA, teil. Die Referenten vertraten verschiedene christliche Traditionen des Westens, sie waren katholisch und evangelisch, aus Mainline- und aus evangelikalen Kirchen, und untersuchten den – guten oder weniger guten – Einfluss dieser fast 500 Jahre alten Bewegung und machten Vorschläge für die Gedenkfeier, die in knapp vier Jahren stattfinden soll.

Achtes Seminar “Studying Luther in Wittenberg”

Achtes Seminar “Studying Luther in Wittenberg”

Unter der Leitung von Prof. Dr. Theodor Dieter und Prof. Dr. Sarah Hinlicky Wilson fand vom 2.-16. November 2013 das achte Seminar der Reihe „Studying Luther in Wittenberg“ statt. Es war das fünfte, das vom Institut für Ökumenische Forschung in Strasbourg gestaltet wurde. Die Bewerbungen für das Seminar waren so zahlreich, dass leicht vier Seminare hätten veranstaltet werden können. So musste es leider viele Absagen geben, aber 21 Pfarrerinnen und Pfarrer konnten in Wittenberg dabei sein. Sie kamen aus 18 verschiedenen Ländern: Äthiopien, Argentinien, Australien, Dänemark, Deutschland, Grönland, Kolumbien, Lettland, Madagaskar, Myanmar, Schweden, Senegal, Slowakei, Südafrika, Taiwan, Thailand, Ungarn, USA.

48. Internationales Ökumenisches Seminar 2014

48. Internationales Ökumenisches Seminar 2014

Nichtkonfessionelle und transkonfessionelle Bewegungen

vom 2. bis 9. Juli 2014 in Strasbourg

Während der letzten hundert Jahre sind ungezählte christliche Gemeinden, Kirchen und Bewegungen auf der ganzen Welt entstanden. In Größe und Charakter sehr unterschiedlich, finden sie sich teils innerhalb der traditionellen Kirchen, teils außerhalb von ihnen. Im Zuge der Globalisierung und weltweiten Migration hat sich dieser Trend massiv verstärkt. Damit hat sich das Gesicht der weltweiten Christenheit tiefgreifend verändert. Viele von diesen Gemeinden und Kirchen stehen der ökumenischen Bewegung distanziert oder ablehnend gegenüber, andere engagieren sich in ihr. Neue Allianzen und Affinitäten haben sich herausgebildet, die sich etwa an  einem gemeinsamen Verständnis der Heiligen Schrift, an bestimmten gemeinsamen ethischen Auffassungen oder an besonderen Frömmigkeitsformen und -stilen orientieren.